Popularmusik als missionarische Chance!?
Online-Stammtisch
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| Ort | Online via Zoom |
Beim Inspirationstag CONNECT sollte er die Keynote halten – dann kam die Krankheit dazwischen. Jetzt fragen wir bei ihm nach: im Gespräch mit Andreas Scheuermann geht es um die missionarischen Chancen der Christlichen Popularmusik. Zugespitzt, theologisch fundiert und mit Raum für deine Fragen. Online auf Zoom.
Gast: Pfarrer Dr. Andreas Scheuermann
Moderation: Carsten Hauptmann
Die Teilnahme ist kostenfrei.
„Die Musik rettet uns nicht!" Mit diesem Satz beginnt ein Gespräch, das wir schon im April führen wollten. Pfarrer Dr. Andreas Scheuermann war als Speaker beim Inspirationstag CONNECT eingeladen – und musste krankheitsbedingt absagen. Was er dort gesagt hätte, hören wir jetzt im CROSS & GROOOVE TALK.
Popularmusik wird keine vollen Kirchen machen. Diese Ernüchterung steht am Anfang – und genau deshalb wird es danach interessant. Denn wenn Kirche konsequent von den Menschen her denkt, dann braucht sie eine Musik, die nah bei den Menschen ist. Im Gespräch mit Carsten Hauptmann geht Andreas Scheuermann Thesen nach, die bei CONNECT im Raum standen:
- Missionstheologie statt Marketing. Musik ist kein Instrument zur Gemeindevergrößerung. Aber sie ist eine Sprache, in der das Evangelium bei Menschen ankommt – am besten in der Musik, die sie ohnehin hören und mögen.
- Erzählen kommt vor Beheimaten. Wir als Landeskirche sind dafür verantwortlich, Menschen vom Evangelium zu erzählen. Ob daraus Gottesdienstbesuch und Gemeindezugehörigkeit werden, ist zunächst zweitrangig.
- „Ein Grund zu bleiben." Eine Erweckung wird Popularmusik nicht auslösen. Für die, die sich zugehörig fühlen, kann sie aber genau das sein, was sie hält. Ein Satz, den man in Gemeinden immer wieder hört: Wenn es die Popularmusik nicht gäbe, wäre ich längst weg.
Andreas Scheuermann ist Pfarrer in Nümbrecht und hat zur Bedeutung populärer Lobpreismusik für den Gottesdienst promoviert – eine der wenigen umfassenden praktisch-theologischen Studien zum Thema im deutschsprachigen Raum. Sein Blick reicht über Praise & Worship hinaus: Es geht um die Frage, was gute kirchliche Musik heute leisten kann und was nicht.
Der TALK ist wie immer ein Gespräch, kein Vortrag. Nach dem Input ist Zeit für deine Fragen, deinen Widerspruch und deine Erfahrungen aus der Gemeindepraxis.